Saftige Wiesen am Randes des Reinhardswaldes
und sattgrüne Weser-Auen bieten uns beste Möglichkeiten zur Haltung von Ochsen (männliche kastrierte Rinder).
Claus Baumgärtel untersuchte die in
Deutschland kaum verbreitete Mast von Ochsen in seiner Diplomarbeit. Nur etwa ein Prozent der deutschen Rinder sind Ochsen - in Frankreich sind es rund 20 Prozent. Claus Baumgärtel b
egann mit der Haltung der Tiere auf dem Klostergut Hilwartshausen. Die Ochsen werden im Sommer artgrecht im Freiland
gehalten und haben Auslauf auf insgesamt 500.000 Quadratmetern Weideland. Während der Wintermonate werden die Ochsen in mit Stroh eingestreuten Laufställen auf dem Klostergut Hilwartshausen gehalten.
Zu fressen bekommen die extensiv gehaltenen Tiere ausschließlich Gras, Heu, Silage und hofeigenes Getreide
sowie
Mineralfutter (Salze). Die Tiere kommen als junge Kälber auf den Hof, werden zunächst bei uns auf dem
Klostergut Hilwartshausen aufgezogen und kommen dann als Jungtiere auf die Wiesen und Weiden in der Region.
Die Tiere sind nach zwei- bis dreijähriger Weidemast schlachtreif. Ochsenf
leisch ist bei
Feinschmeckern sehr beliebt: Es ist langsamer gewachsen als etwa Bullenfleisch, zarter und durch das intramuskulöse Fett (Marmorierung) besonders saftig.